Mieten statt kaufen: Wie Serviceorientierung zunehmend zur Quelle der Wertschöpfung und Kundenbindung wird  und was Sie für Ihr Geschäft daraus lernen können.

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Das Erfolgsprinzip der Idee: 

Egal ob es um ein gemietetes Auto, einen gemieteten Kopierer im Büro, oder einen gemieteten Gabelstapler für das Lager geht – das Muster ist immer gleich: Produkte werden heute gemietet statt gekauft, der mit dem Produkt verbundene Service wird zur Quelle der eigentlichen Wertschöpfung und Kundenbindung.

Der Vorteil für den Kunden:

Der Hauptvorteil für den Kunden besteht darin, dass hohe Anschaffungskosten durch einen günstigeren Mietpreis ersetzt werden. Dadurch wird Kapitalbindung verhindert und anderweitige Mittelverwendung bei gleichem Produktnutzen für den Kunden möglich. So kauft der Kunde nicht mehr den in der Anschaffung teuren Büro-Kopierer, sondern mietet diesen und rechnet monatlich nach seinem Verbrauch Ausdrucke und Kopien ab. Ein attraktives Angebot für Kunden, das fixe Anschaffungskosten in variable operative Kosten umwandelt und gleichzeitig mehr Flexibilität, weniger Komplexität und erhöhten Komfort bietet.

 

Die Erfolgsvoraussetzung für den Anbieter:

Für den Anbieter dieser Mietgegenstände muss die Vorfinanzierung dieser Güter gewährleistet sein, da die monatlichen Mieterträge in die Zukunft verlagert werden. Ist dies gewährleistet, kann der Anbieter von soliden Kundenbeziehungen durch langjährige Mietverträge und ertragsstarke Produkt begleitende Services profitieren.

 

Ein Praxisbeispiel:

Der Gabelstabler-Hersteller Linde hat sich dieses Prinzip für sein Geschäftsmodell erfolgreich zu Eigen gemacht: Statt wie früher Gabelstabler ausschließlich zu verkaufen, werden die höchst individuellen Fahrzeuge heute auch vermietet. Der Mieter zahlt damit keinen hohen Anschaffungspreis mehr, sondern nur noch für die genutzten Betriebsstunden. Ein ideales Angebot zum Abfedern von Auftragsspitzen oder bei Sonderwünschen in einzelnen Projekten. So stellt der Stablerhersteller innerhalb von 24 Stunden Mietfahrzeuge für variable Zeiträume zur Verfügung, organisiert Anlieferung und Abholung und bietet weitere attraktive Serviceangebote an: Angefangen von Ersatzteilen und Wartungstechnikern vor Ort bis zur Ausbildung des Stablerfahrerpersonals des Kunden.

 

Das Ergebnis für Linde: 

Kundenbindung durch Kundenkenntnis und eine feste Einbindung in die Wertschöpfungskette des Kunden. Dies ermöglicht Wachsen mit dem Kunden und erhöhte Kundenzufriedenheit durch schnelles Reagieren auf dessen veränderten Bedarf. Der Stablerhersteller wird damit zum Servicepartner und Erfolgsgarant des Kunden.
Ein Einzelfall? Wohl kaum: Selbst eine starke Marke wie Rolls Royce, auch Hersteller von Flugzeugturbinen, ist dazu übergegangen, seine Turbinen nicht mehr an Flugzeugbetreiber zu verkaufen, sondern diese nach Laufzeit in Betriebsstunden abzurechnen und hat damit eine völlig neue Branchenlogik geschaffen, die Vorteile für alle Seiten schafft.

Die Option für Ihr Unternehmen

Haben Sie das Potential von Vermietgegenstände in Ihrem Angebot bereits erschlossen? Senken Sie die Eintrittsbarrieren für Ihre Kunden, vermeiden Sie Kapitalbindung zugunsten langjähriger Mietverträge, die Ihnen Kundenbindung und erhebliche Potentiale durch begleitende Services ermöglicht. Für ihr Geschäftsmodell unvorstellbar? Das dachten andere vor Ihnen auch...

 

Sie suchen Unterstützung bei der Überdenkung Ihres Geschäftsmodells und neue Impulse? Dann nehmen Sie Kontakt auf und vereinbaren ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam suchen wir nach innovativen Lösungen für Ihre Ausgangssituation.

P.S.: Die Inhalte dieser Themenreihe basieren auf dem Buch Geschäftsmodelle entwickeln, von Prof. Oliver Gassmann der Universität St. Gallen und sind empirisch überprüft. 

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